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Harley Days Morzine
11.-
Fotos: Marianne & Charly
Text: Charly
Als wir die Jahresplanung für 2026 vornahmen, mussten wir feststellen, dass die Magic Bike in Rüdesheim terminlich leider nicht in unseren Zeitplan passte. Da Caspar bereits mehrmals vom Harley-
Caspar hat dankenswerterweise die Reservation unserer Unterkunft in Morzine übernommen und vier Apartments in Avoriaz für uns reserviert. Leider kommt es oft anders als geplant, und so konnten Loida und Caspar schliesslich nicht teilnehmen. Glücklicherweise liess uns Caspar alle nötigen Informationen zukommen, sodass alles bestens organisiert war.
Da für die Anreise hohe Temperaturen angekündigt waren, trafen wir uns bereits kurz nach 08:00 Uhr in Sattel. Mit dabei waren Peter, Walter, Marianne und ich. Frohen Mutes machten wir uns auf den Weg und wählten die Route über die Axenstrasse, den Seelisbergtunnel, Kerns und den Lungernsee, wo wir die erste Pause einlegten. Anschliessend ging es über den Brünig, entlang des Brienzer-
Vorbei an Zweisimmen und Château-
Da für den Westen gegen Abend Gewitter angekündigt waren, überprüften wir immer wieder den Regenradar. Gemäss Prognose sollte es am Zielort Gewitter geben. Nun ja, wir würden es sehen. Also ging es weiter hinunter nach Aigle und über Monthey, wo wir noch tankten. Nach einer kurzen Trinkpause, um unsere Flüssigkeitsreserven aufzufüllen, fuhren wir weiter. Im Rhonetal war es mittlerweile sehr heiss geworden. Über den Pas de Morgins und den Col du Corbier näherten wir uns schliesslich Morzine.
Auffällig war, dass immer mehr Harleys auf den Strassen und vor den Restaurants zu sehen waren. Durch Morzine kamen wir trotz einiger Sperrungen wegen des Harley-
Oben angekommen mussten wir feststellen, dass man mit den Motorrädern nicht mehr direkt zur Unterkunft fahren durfte. Dafür gab es im Parkhaus eigens eine separate Einfahrt für Harleys, und wir konnten unsere Maschinen kostenlos abstellen. Nun stellte sich die Frage, wie wir zu unserer Unterkunft gelangen sollten. Da diese nicht weit vom Parkhaus entfernt lag, marschierten wir einfach zu Fuss hinauf. Das Einchecken verlief problemlos, und wir bekamen drei Apartments direkt nebeneinander. Schnell noch das Brot fürs Frühstück bestellt, und dann ging es auf die Zimmer.
Nach dem Frischmachen zogen wir los, um Avoriaz zu erkunden. Es handelt sich um eine der typischen französischen Skistationen, wie man sie vielerorts in Frankreich findet. Avoriaz gehört zum Skigebiet Portes du Soleil mit rund 600 Kilometern Pisten und liegt auf 1'800 m ü. M. Das Skigebiet erstreckt sich über französisches und schweizerisches Gebiet.
Infrastrukturmässig findet man alles, was man für den täglichen Bedarf benötigt: Supermarkt, Apotheke, Bancomat, Sportgeschäfte und natürlich zahlreiche Restaurants und Bars. Auf der Main Street waren zudem einige Marktstände aufgebaut. Auf der zentralen Bühne gab es teilweise Livemusik, und zwischendurch wurde das Geschehen von der Bühne in Morzine live übertragen.
Nachdem wir alles für das Frühstück eingekauft hatten, gingen wir im Mama Alpine zum Abendessen. Übrigens assen wir während unseres gesamten Aufenthalts jeden Abend dort.
Nach einem ausgiebigen Frühstück nahmen wir am nächsten Tag die gemütliche Tour in Angriff, die Caspar für uns vorbereitet hatte. Also wieder hinunter nach Morzine und weiter über den Col de Feu entlang der südlichen Ausläufer der Alpen, teilweise mit herrlicher Sicht auf den Genfersee.
Auf dem Col du Cou machten wir im Restaurant «Arrêtons-
Anschliessend führte die Route über teilweise sehr kleine Strassen und Wege weiter über den Col de la Ramaz, von wo aus man einen beeindruckenden Blick auf den Mont Blanc hat, sowie über den Col de la Savolière und den Col de l’Encrenaz zurück nach Morzine.
Da es erneut sehr heiss war und in Morzine absolut der Teufel los war, überall standen Harleys parkiert, beschlossen wir, direkt wieder nach Avoriaz hochzufahren. Dort oben war es immerhin ein wenig kühler.
Nach einem gemütlichen Frühstück wollten wir am folgenden Tag die Motorräder stehen lassen. Walter, Marianne und ich unternahmen eine Wanderung in die Höhe und betrachteten Avoriaz von oben. Da die Gebäude grösstenteils mit Holz verkleidet sind, wirkt der Ort letztlich deutlich weniger schlimm, als es der erste Eindruck vermuten lässt.
Rechtzeitig zur Parade trafen wir uns wieder. Zuerst schlenderten wir durch die Main Street, wo die Motorräder für die Parade aufgestellt wurden. Dabei konnten wir die eine oder andere Maschine ausgiebig bewundern und kommentieren.
Bevor die Parade startete, suchten wir uns noch einen geeigneten Standort, um dem Spektakel zuzuschauen. Kurz vor 19:00 Uhr trafen wir uns anschliessend zum Nachtessen im Mama Alpine. Besonders die Hauspizza ist sehr zu empfehlen, aber auch die übrigen Gerichte sind ausgesprochen lecker.
Leider war nun bereits der letzte Tag angebrochen, und wir mussten uns auf den Heimweg machen. Da erneut hohe Temperaturen angekündigt waren, brachen wir entsprechend früh auf. Bereits um 08:00 Uhr verliessen wir Avoriaz und fuhren wieder hinunter nach Morzine sowie weiter über den Col du Corbier.
Unterwegs begegneten wir unter anderem einem Fahrer auf einem Harley-
In Monthey tankten wir erneut und gönnten uns noch etwas zu trinken, bevor es auf die Autobahn und durchs Rhonetal Richtung Oberwallis ging. Positiv aufgefallen ist mir, dass die Umfahrung von Visp inzwischen fertiggestellt wurde.
In Brig legten wir eine kurze Pause ein und besprachen die weitere Route. Auf dem Furkapass machten wir nochmals Halt und genossen den Blick Richtung Grimselpass.
In Realp kehrten wir am Dorfausgang auf der linken Seite zum Mittagessen ein. Mir war sofort klar, was ich bestellen würde, nachdem ich mich bei den anderen Tischen umgesehen hatte. Peter und Marianne ging es genauso, weshalb es schliesslich dreimal Poulet im Körbli mit Pommes gab.
Danach ging es durch die Schöllenen hinunter zurück in die Hitze. Deshalb wählten wir den schnellsten Weg nach Hause und verabschiedeten uns schliesslich in Ibach voneinander.
Es war ein gelungenes verlängertes Wochenende. An dieser Stelle möchte ich Caspar herzlich für die Organisation und die gesamte Vorbereitung danken. Vielleicht sind wir in zwei Jahren wieder mit dabei, wenn es erneut heisst: Morzine Harley Days.
Das Treffen wird von H.O.G. Frankreich zusammen mit den beiden lokalen Händlern aus Grenoble und Annecy organisiert. Entsprechend waren sehr viele französische Harley-